Kommentar zum Weltgeschehen

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Homo Homini lupus (27.7.1999)

Betrifft: 20.07.1999: Interview mit Professor George Sheldon im Tagesanzeiger: "Mehr Druck ausüben"

Einmal mehr vernehmen wir die erstaunlich banale Erkenntnis eines Wirtschaftswissenschaftlers, dass Langzeitarbeitslose am längsten arbeitslos seien und am schwersten eine neue Stelle fänden. Wir müssen seinen Bericht eigentlich gar nicht weiterlesen, denn wir haben schon eine starke Vorahnung, wie sich Professor George Sheldon die Arbeitslosigkeit erklärt. Und dann kommt auch, wie vermutet, der oft zitierte Satz, die Arbeitslosen seien arbeitslos, weil sie "unqualifiziert" seien. (Das ein Drittel der Arbeitslosen über einen Hoch-oder Mittelschulabschluss verfügen, ein weiterer Drittel über eine Berufslehre, sei nur am Rande erwähnt). "Unqualifiziert" im Sinne der Wirtschaft bedeutet jedoch etwas anderes, nämlich, dass eine bestimmte Fähigkeit auf dem Arbeitsmarkt nicht gefragt ist. Das heisst, jemand ist arbeitslos, weil er unqualifiziert ist, das heisst, weil er keine Arbeit findet. Womit wir wieder am Anfang sind. Mit Leuten wie Herrn Sheldon ist es so, wie früher mit den Lakaien der Könige: Wenn das Volk hungerte, sassen sie mit dem Notizblock neben ihrem Herrn in der Goldkutsche und rechneten und rechneten. Und eine Lösung fanden sie trotzdem nicht. Im Gegensatz zu ihnen fand Herr Sheldon jedoch eine Lösung: Wer die schärferen Zähne hat, meint er im Klartext, bekommt mehr ab vom Frass. Und macht sich damit zum Kriegstreiber einer Ideologie der Feindschaft aller Menschen gegeneinander, zum Handlanger wahrlich dämonischer Kräfte, die heute im Zusammenleben der Menschen immer mehr sich entfalten. 

Schmarotzer (5.3.98)
Wer saugt seine Mitmenschen mehr aus: der Sozialhilfe-Empfänger oder der Kapitalanleger, den man noch im letzten Jahrhundert treffender als "Müssiggänger" bezeichnete? Weil aber der kleine Mann auch sein Sparbüchlein, ein paar Aktien und Obligationen hat, darf er dem grossen Bruder nicht vorwerfen, unmoralisch zu handeln. Oder doch? Ist vielleicht letzlich der quantitative Unterschied zwischen dem kleinen und dem grossen Kapitalisten nicht gar ein qualitativer? Ist Moral nicht auch eine Frage des Masses, abhängig von einer konkreten Lebenssituation. Der grosse Dieb und der kleine Dieb können für die Gesellschaft eine vollkommen verschiedene Bedeutung haben und sind nach der Grösse des angerichteten Schadens zu beurteilen. Aber halt: Der Geldanleger schadet uns doch nicht. Im Gegenteil: Er hält mit seinem Tun die Wirtschaft in Schwung. Ja das sind Argumente, welche die reichen Müssiggänger und Schmarotzer gerne vorbringen. "Aber ich liebe euch doch alle", gibt der Geldanleger vor. So wie ein Funktionär der zerfallenden DDR, der das Volk beruhigen wollte.

Gentechnologie (10.1.98)
Die Gentechnologie ist die Folge einer Kapitalkonzentration in den Haenden weniger maechtiger Personen und Personengruppen. Diese setzen die mehr oder weniger ohnmaechtige kapitalschwache Bevoelkerung nicht nur auf dem Arbeitsmarkt unter Druck, sondern versuchen in absolut diktatorischer Weise auch noch die Herrschaft ueber deren Konsumverhalten zu gewinnen. Durch sogenannte "Aufklaerung",Konditionierung durch Gewoehnung oder politische Erpressung wird der Bevoelkerung gnadenlos ein neues und fragwuerdiges Produkt aufgezwungen.

Manager und Maffia (5.1.98)
Betrifft: Interview mit Hans Saner in der Weltwoche vom 1.1.98

Bemerkenswert finde ich den Gedanken, dass Geld in unserer Gesellschaft zum Garanten der Freiheit geworden ist, diese Freiheit aber in Unfreiheit umschlägt, wenn Geld zum Zwecke der Machtausübung missbraucht wird. Wie sehr heute das Freiheitsprinzip des Geldes pervertiert wird sieht man daran, dass dieses Geld zunehmend alleine zu dem Zweck akkumuliert wird, den wirtschaftlichen Gegner (besser Partner) mit geballter Kraft zu erschlagen. Der typische Manager von heute weist sämtliche Errungenschaften der Aufklärung arrogant von sich. Er verlässt sich lieber auf das Messer, das er immer auf sich trägt. Und wie die Maffia sich mit dem Weihrauch der katholischen Kirche zu tarnen versucht, so singt der moderne Manager das Lied der "unsichtbaren Hand Gottes" und der "heiligen Gesetze des Marktes", um erneut an einem unerwarteten Ort zustechen zu können.

Vaterlands-Liebe (13.12.97)
Da haben zwei Schweizer Privatbanken fusioniert. "United Bank of Switzerland" ist der neue Name. Eine echte Schweizer - Bank. Zur Feier gibt es am nächsten Samstag gratis "Wurst und Brot" für jeden Basler, der ein neues "Bankbiechli" eröffnen will. Dieses Fest wird dann auch im Fernsehen "live" nach New York übertragen. Es wird fast so schön wie am 1. August. Wir sind stolz auf unsere Bank, die uns im Ausland so beliebt macht. Wir Schweizer müssen halt zusammenhalten.

Jedem das Seine (6.12.97)
Er spielt genial und virtuos auf seiner Handharmonika. Dabei friert er sich in der eisigen Kälte die Finger ab, um ein paar Franken zu verdienen. Und in der Bank nebenan hat der Direktor ein schlechtes Gewissen, weil die Rendite im internationalen Vergleich zu klein ist. Die Geldanleger haben Anrecht auf einen ordentlichen Gewinn, meint er. Aber keine Angst. Wer in diesem Spiel genug setzen kann, ist immer beiden Gewinnern. Und wer nicht nach diesen Regeln lebt, der friert sich halt die Finger ab.

Es gibt keine Kollektiv-Verantwortung (23.7.97)
Durch die Verwechslung von Individuum und Gruppe entstehen auf logischer Ebene Widersprüche, in der Realität soziale Spannungen, Ungerechtigkeit und Krieg. Schuld und Verdienst sind Begriffe, die direkt nur auf Individuen anwendbar sind. Bei Gruppen kann man nur indirekt von Verantwortung sprechen, insoweit in ihr individuell verantwortbare Handlungen zusammenwirken. Der Einzelne trägt nur Verantwortung für eine Gruppe nach Massgabe seiner aktiven oder passiven Mitwirkung an Handlungen dieser Gruppe.

Kein Kapitalismus ohne soziale Spielregeln (15.3.97)
Der ehemalige Verwaltungsratspräsident der Ciba-Geigy, Dr. Dr. hc. Louis von Planta, wünscht sich in einem Interview mit der BaZ "mehr Flexibilität und Bewegungsfreiheit für die Wirtschaft und ein weniger verankertes Besitzstandsdenken in der Bevölkerung." Hinter diesem Satz steht einerseits der Wunsch, die Kapitalisten aus der sozialen und ökologischen Verantwortung zu entlassen, bzw. diese Verantwortung zu minimieren. Andererseits stösst sich von Planta an dem Anspruch der unteren und mittleren Einkommen, mehr als das Existenzminimum verdienen zu wollen. Hier möchte ich zu bedenken geben, dass wirtschaftliche Beweglichkeit und Eigenverantwortung nur bei finanzieller Unabhängigkeit möglich sind. Man kann also den unteren Einkommen nicht die Eigenverantwortung predigen und Ihnen gleichzeitig durch Lohnabbau die finanzielle Unabhängigkeit zerstören. Was den Wunsch neoliberaler Kreise angeht, sich von gesellschaftlichen Bindungen und Spielregeln zu lösen, sei gesagt: Gerade das Geld selbst ist eine soziale Spielregel. Der Kapitalismus ist schon aus logischen Gründen ausserhalb sozialer Spielregeln gar nicht möglich, auch wenn viele sich dies einbilden.

Faktisches Berufsverbot für Homöopathen (11.2.97)
Die Interkantonale Kontrollstelle für Heilmittel (IKS) will neuerdings auch die Verwendung homöopathischer Heilmittel reglementieren. Dieser Drang, alle Lebensbereiche im Gesetz erfassen zu wollen, ist auch eine Folge der wirtschaftlichen Globalisierung. Den nötigen administrativen Aufwand, die Produkte gesetzeskonform herzustellen, können sich aber nur Grossunternehmen leisten. Kleinunternehmen und innovative Einzelpersonen werden mit solchen Gesetzen dermassen behindert, dass sie bankrott gehen. Hinter dieser Reglementierungs-Sucht steckt der Irrglaube, nur wer einer "Zunftregel" unterworfen sei, würde verantwortungsvoll handeln. Es scheinen mir aber gerade geistig unabhängige Persönlichkeiten zu sein, die immer wieder überraschende Heilerfolge ausweisen können. Man sollte diesen "Naturtalenten" die nötige Freiheit der Berufsausübung lassen und sie nicht mit unnötigen Gesetzen schikanieren.

Lebenssinn und Computer (1.2.97)
Was macht den Computer so anziehend? Es ist die Möglichkeit der Perfektion. In seinem elektronischen Räderwerk gibt es nichts Krummes, Verfaultes, Zerbrochenes, Ungenaues. Die Linien sind nicht von zittriger Hand geführt, sondern schnurgerade, absolut perfekt. Die digitalen Schalter geben genau die Werte 0 oder 1 wieder, und nichts dazwischen. Keine unscharfe Null, keine unscharfe Eins. Der Mensch, dessen Knochen allesamt krumm und verbogen sind, träumt von Perfektion, von Unsterblichkeit. Die Bits und Bytes sind perfekt wie die platonische Idee des Guten, sind unsterblich wie die Zahlen. Der Computerbenützer spürt die göttliche Genauigkeit, die materialisierte Idee der Eindeutigkeit, das Fehlen jeden Zweifels. Auch wenn Programme mit Krummem und Ungenauem umgehen können, so bleiben doch die Bewegungen im Mikrochip absolut eindeutig, Null oder Eins, Flip oder Flop.

Der Computer beseitigt den Zweifel am Sinn des Lebens. Er ist ein Freund, der immer da ist, wenn man ihn braucht. Zuverlässig fängt die Harddisk an zu schnurren, sobald der Netzschalter betätigt wird. Das Betriebssytem wird gestartet, die Lebensgeister erwachen. Und spätestens wenn uns der Bildschirm freundlich entgegen leuchtet, wissen wir: Das Leben hat einen Sinn. Es hat einen Sinn, weil der Computer es so will. Er gibt uns das Beispiel eines Wesens, das perfekt seine Aufgabe erfüllt, ohne nach einem Sinn zu fragen. Der Computer ist der Spiegel der sinnentleerten menschlichen Arbeitsbedingungen, der auf blosses Funktionieren reduzierten Menschlichkeit. Der heutige Mensch fühlt sich durch seine reduzierte Lebensmöglichkeit mit dem Computer verwandt. Er freut sich, wenn es dem Computer gut geht, er pflegt ihn wie einen Freund. Und der Computer demonstriert dem Menschen jeden Tag ein Leben, das ohne die Sinnfrage auskommt. Der Mensch fängt nun an, den Computer als Vorbild zu nehmen: "Was der Computer kann, das kann ich noch lange", denkt er. Wieso sich jeden Tag die Frage nach dem Sinn des Lebens stellen? Mit der Zeit fühlen sich solche Menschen dann wie kleine Computer. Sie haben sich mit ihrem Slavenschicksal abgefunden.

Individuum und Gruppe (1.2.97)
Individuen werden in der Regel einer Gruppe zugezählt: Schweizer, Juden, Reiche, Arme, Serben, Schwarze, Verbrecher, Kapitalisten, Nazis. Wenn ein Individuum aus einer Gruppe etwas Gutes oder Schlechtes tut, neigen viele Beobachter dazu, diese Handlung der ganzen Gruppe zuzuschreiben. Zum Beispiel: Hans wurde bei einer Lüge ertappt. Er ist Schweizer. Also sind Alle Schweizer Lügner. Diese Verallgemeinerung entbehrt jeglicher Logik. Trotzdem wird sie im Alltagsleben dauernd gemacht. Eine solche Denkform ist unmoralisch und führt einerseits zu falschen Beschuldigungen, andererseits zu unverdientem Lob.

Handlungen, Eigenschaften, oder Prädikate von Individuen einer Gruppe gelten nicht automatisch für alle Mitglieder dieser Gruppe, dieses Volkes, Landes, Vereins, dieser Rasse, Nation, Hautfarbe oder Religion. Verantwortung für seine Tat trägt in erster Linie allein das Individuum, die Gruppe aber nur, wenn sich die übrigen Mitglieder mit dem Täter solidarisieren. Eine Gruppe ist kein real existierendes Lebewesen. Sie ist eine sprachliche Hilfskonstruktion, um eine Vielzahl von Einzelpersonen zu erfassen. Wenn man von der Verantwortung einer Gruppe spricht, sind in Wirklichkeit ihre individuellen Mitglieder gemeint.

Globalisierung der Wirtschaft (25.1.97)
Die Globalisierung der Wirtschaft nützt vor allem Gross-Unternehmen, welche sich den bürokratischen Aufwand einer europäischen und internationalen Produkte-Normierung leisten können. Kleinunternehmer werden von der aufgeblähten Verwaltungs- und Gesetzesmaschinerie erdrückt. Kleinbetriebe, die bloss regionalen Handel betreiben, müssen von internationalen Gesetzes-Schikanen befreit werden.

Der böse König wird bekämpft, indem man seinen Untergebenen Leid zufügt. (16.1.97)
Es ist seltsam, dass Diktatoren meistens bekämpft werden, indem das Ausland dessen Volk ausblutet, sei es durch Handelsblockaden, sei es im Krieg. Der böse Geist wird zerstört, indem man seinen Körper zerstört, das Volk, das oft zum grossen Teil unschuldig ist. Es leidet dann von Seiten der eigenen Regierung und zusätzlich von Seiten des Auslandes. Es ist paradox, ein Volk von innerem Leiden zu befreien, indem man ihm zusätzlich äusseres Leiden zur Kur verschreibt. Bei diesem einfältigen Heilmittel redet die Presse jeweils von sog. "Sanktionen", die zu ergreifen seien. (z.B. in Serbien, Irak, Kuba)

Schweine als Organ - "Spender" (15.12.96)
Da immer weniger Menschen bereit sind, im Falle eines "Hirntodes" ihre Organe (Nieren, Leber, Herz, Lunge) zu spenden, darf nun das Schwein diese ehrenvolle Aufgabe übernehmen. Damit beim Empfänger keine Abstossung des Organs eintritt, wurden spezielle Schweine durch die Übertragung eines menschlichen Gens ins Erbgut gezüchtet. Diese Vermischung von tierischem und menschlichem Erbgut ist, nebenbei gesagt, Sodomie. Der postitive Effekt dieser neuen Machenschaft ist, dass die Grenzen zwischen Mensch und Tier verwischt werden. Zwischen Schweinemenschen und Menschenschweinen könnte mit der Zeit ein Solidaritätsgefühl entstehen. Zugleich müsste die Rolle der Tiere als Nahrungsmittel neu überdacht werden.

Wein aus dem Bio-Valley (19.11.96)
Dr. h.c. Georg Endress und das "Centre Européen de Management" werben für die Idee, die Region Oberrhein in ein "Bio-Valley" zu verwandeln, in Analogie zum Silikon-Valley in Kalifornien. Vom 19.11.96-22.11.96 findet dazu in der Messe Basel eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel "Arena" statt. Es wird jeweils zwischen 12.30 und 13 Uhr ein Lunchpaket offeriert, dazu ein "echtes Bio-Valley" Produkt: Wein aus der Region, gestiftet vom elsässischen Weinbauern-Verband. Hier nun meine Frage: Wurde dieser Wein auch wirklich standesgemäss aus einer transgenen Bakterienkultur oder wenigstens aus Trauben mit eingepflanzten Mäuse-Genen hergestellt? Na dann: Prost!

Kann Geld arbeiten ? (18. 11. 96)
Es ist bedenklich, wie heute sogenannte Anlage-Experten und Bankfachleute höhere Renditen von Wertpapieren fordern. Sie ignorieren völlig, dass höhere Gewinne auch immer eine höhere Ausbeutung der Werktätigen bedeutet, die den Wert der Wertpapiere ja erst durch ihre Arbeit erschaffen müssen. Und gerade der kleine Mann von der Strasse, dessen Arbeitsbedingungen und Lebensstandard sich mit den zunehmenden Kapital-Profiten verschlechtern, bringt seinen Spargroschen im Glauben zur Bank, sein Geld würde dort für ihn arbeiten. "Ihr Geld arbeitet härter für Sie bei uns", lautet denn auch der Werbespruch der Banken. In der Tat ist es aber der "Kleine Mann Nummer Zwei", bzw. die "Kleine Frau" die nun härter arbeiten müssen. Vielleicht im Westen, vielleicht im Fernen Osten, wo die riesigen Kapitalgewinne in einem krassen Missverhältnis zu den Lebensbedingungen der Arbeiter stehen.

Gen-Manipuliertes Lezithin (20.10.96)
Nach der Schweizer Lebensmittelverordnung müssen gentechnologisch hergestellte Stoffe nur deklariert werden, wenn die Erbsubstanz (DNA) in ihnen nachweisbar ist. Im Lezithin, das aus genmanipuliertem Soja (E 322) hergestellt wird, kann die DNA erst neuerdings festgestellt werden. Die Migros z.B. wird nun bei Ihren Lieferanten darauf achten, dass die genmanipulierte DNA ausgewaschen wird. Die Lebensmittel, welche genmanipuliertes Lezithin enthalten, müssen dann nicht mehr speziell deklariert werden. Was auf der Basis einer solchen Lebensmittelverordnung gemacht wird, ist nicht im Sinne der Konsumenten, sondern ein Betrug unter der Ausnützung ihrer Unwissenheit. Sämtliche Bestandteile einer genmanipulierten Pflanze sollten der Deklarationspflicht unterstehen. Wer keine genmanipulierten Lebensmittel will, meint nicht bloss die DNA, sondern sämtliche Bestandteile der Pflanze. Die heutige Lebensmittelverordnung ist bezüglich der Gentechnologie ein Etikettenschwindel.

Kopfbedeckung (16. 10. 96)
Neuerdings müssen die Verkäuferinnen und Verkäufer in gewissen Läden in Basel eine Art Baseball-Mütze als Kopfbedeckung tragen. (z.B. Ex Libris) Bei Fast-Food Unternehmen (z.B. Mac Donalds) ist dies schon eine Weile üblich. Diese vorgeschriebenen Kopfbedeckungen sind Symbole der Unfreiheit. Die Angestellten solcher Firmen sollen nicht als Individuen in Erscheinung treten, sondern als unendlichfache Reproduktionen eines immer gleichbleibenden Musters, ausführende Hampelmänner einer zentralen Betriebsplanung. Die Abwertung der Persönlichkeit der Mitarbeiter erzeugt gleichzeitig eine relative Aufwertung der Kunden. Diese können es geniessen, dass hier andere Menschen für sie den Hampelmann spielen müssen. Für wenig Geld sind sie einmal König. Sie zwingen den Verkäufer einmal mehr, seine durchrationalisierten Handgriffe zu wiederholen.


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