Am 13.07.2002 flog ich mit der SWISS Fluggesellschaft in einem kleinen
Airbus von Zürich nach Warschau (Warszawa).
Danach fuhr ich mit dem Bus zum Bahnhof, der etwa 10 km vom Airport
enfernt ist. Die anschliessende Fahrt nach Lublin dauerte etwa 2
Stunden. In Lublin hatte ich Mühe, die richtige Busstation zu
finden,
weil es keine Übersichtstafel gibt. Im Bus hatte mir dann ein
junger
englisch sprechender Mann gezeigt, wo ich aussteigen musste: Bei der
Universität, Katolicki
Universytet Lubelski KUL.
Die Universität besitzt ein eigenes Hotel, das am
Unterrichtsgebäude
angebaut ist. Tag und Nacht sitzt dort ein Portier in seiner Loge, und
gibt den Gästen die Schlüssel. Obwohl er nicht
Englisch und ich nicht
Polnisch konnte, war er offenbar über meine Anreise am Samstag
informiert.
Ich war wohl der am frühesten eintreffende Student, er wusste
meinen
Namen,
ich musste mich gar nicht vorstellen. Das Zimmer hatte eine
Küche. Die
benützte ich kaum, da wir in der Mensa der Uni dreimal
täglich
verpflegt
wurden. Das traditionell polnische Essen war super. Der
2-wöchige Kurs
hat mich inklusive Hotel, Essen und Sprachkurs etwa 1200 CHF (=800
Euro)
gekostet, was ausserordentlich günstig ist. Am Montag (Poniedzałek) gab es einen
Einstufungs-Test,
mündlich
und schriftlich. Ich war dann der Erste auf der Rangliste, die nach
zunehmendem
Schwierigkeitsgrad der Klassen sortiert war, in die man eingeteilt
wurde.
Wir waren dann zu viert, der Jüngste 25, der Älteste
75, zwei Männer
und
zwei Frauen. Und die Lehrerin war super nett und hübsch. Im
Unterricht
übten
wir im Rollenspiel Alltagssituationen, und die Lehrerin fragte dann
immer:
Ist das klar ? Czy to jest jasne?
und:
Komm
bitte hierher (an die Tafel) Proszę
tutaj.
Neben
dem Sprachkurs gab es immer um die Mittagszeit eine Vorlesung
über
polnische
Kultur, Wirtschaft usw. , vor dem Mittagessen (obiad)
in Englisch, für die Besseren nach dem Mittagessen auch in
Polnisch. Am
Wochenende gabs mal eine Stadtführung in Lublin und dem
typischen
polnischen
Touristen-Städtchen Kasimierz Dolny. Lublin ist durchgehend
behinderten-freundlich,
alle Ampeln geben für die Blinden akkustrische Signale. An der
Uni gibt
es einen Rollstuhl-Lift, welcher der Treppe entlang geführt
ist.
Allgemein
habe ich von Polen den Eindruck, dass zwar nicht alles das Neueste ist
(das
gibt es zwar auch), aber dass alles funktioniert, wo man dies erwartet.
Am Freitag (piątek)
26.07.2002 hatte ich
leider den letzten Unterrichtstag. Am Abend gab es ein kleines
Abschiedsfest im Kellergewölbe eines Altstadt-Restaurants, wo
erstaunlicherweise Diplome verteilt wurden an Leute wie mich, die nach
zehn polnischen Worten meistens schon am Ende ihrer Weisheit sind. An
diesem Fest waren nicht alle Studenten. Ein grosser Teil war unterwegs
nach Krakau zur Besichtigung. Denn der Kurs dauerte nochmals 3 Wochen
für diejenigen, die genug Ferien hatten, d.h. total 5 Wochen.
Ich fuhr
am Samstag zurück nach Warschau und blieb dort noch
vier Tage. Die Leute sind nett und hilfsbereit. Gestohlen wurde mir
nichts,
obwohl ich einmal den Rucksack in einem Restaurant vergass und ein
andermal
die Jacke mit dem Pass.
Glück gehabt. Warschau ist eine grosse Betonwüste,
eigentlich hätten 2
Tage zur Besichtigung gereicht. Am Mittwoch (środa)
flog ich mit der SWISS zurück in die Schweiz, diemal in einem
Jumbolino. Dies war mein zweiter Flug seit 25 Jahren.
Ich kann den Polnisch-Unterricht an der Uni Lublin allen
wärmstens
empfehlen. Er soll der beste in Polen sein. Universität
Lublin Katolicki
Universytet Lubelski KUL
Bilder 7 (Lublin
Altstadt, grosses
Foto mit Studenten)
Mein Aufenthalt in Lublin im Sommer 2003
Nach dem ersten Aufenthalt an der Uni Lublin KUL hatte es mir so
gut gefallen, dass ich mich diesmal gleich für 5 Wochen
anmeldete. Nach
drei
Wochen hatte ich aber schon langsam Ermüdungserscheinungen,
weil das
war
eine gnadenlose Paukerei. Da ich regelmässig am Abend mit
einer Polin
in
den Ausgang ging und dabei reichlich polnisch sprechen konnte, liess
ich
in der 4. und 5. Woche am Nachmittag die Konversations-Übung
ausfallen.
Ich
hatte so oder so zuviel erwartet von den 5 Wochen. Man kommt nicht
darum
herum sich zuhause einige Jahre intensiv mit einer Fremdsprache
auseinander
zu setzen, wenn man mit den Leuten ein richtiges Gespräch will
führen
können.
Ich war also vom 14.07.2003 bis 16.08.2003 in Lublin. Den Hin- und
Rückflug
buchte ich dieses Jahr bei der LOT, weil die SWISS etwa doppelt so
teuer
war. Die Studiengebühr betrug USD 1313.- und das Einzelzimmer
im
Universitäts-Hotel
kostete USD 490.-. Im Preis inbegriffen war Vollverpflegung in der
Mensa
der Uni. Das Essen war ausgezeichnet und im Überfluss
vorhanden.
Ebenfalls
war ein Ausflug nach Warschau inkl. Verpflegung inbegriffen und weitere
kleinere
Ausflüge.
Etwa für 200 CHF (475 PLN) konnten wir nach Krakau. Zwei mal
Übernachtung im
supermodernen NOVOTEL, 3 Stern, Essen in ausgesuchten traditionellen
Restaurants.
So günstig kommt man als Privatperson sonst nicht nach Krakau.
Die Mehrzahl der etwa 100 Studenten kam übrigens aus den USA,
zum Teil
in
Begleitung ihrer Professoren.
Bilder 8 (Mensa
des
Priester-Wohnheims,
wo wir während der 3. und 4. Woche assen)
Bilder 9 (Kleine
Abschiedsfeier im
Keller
des Studenten-Wohnheims)
Bilder 10
(Schulleiter verleiht am
letzten
Schultag Diplome)
Bilder 11
(Abschieds-Essen der
Klasse
mit zwei Lerhrerinnen in der Altstadt)
Bilder 12
(Abschieds-Essen der
Klasse
mit zwei Lerhrerinnen in der Altstadt)
Bilder 13(Abschieds-Essen
der
Klasse
mit zwei Lerhrerinnen in der Altstadt)
Bilder 14(Studenten
des
Sommerkurses,
Lehrer und Rektor[Pfarrer] der Uni)
Polnische Nationalhymne
( Noch ist Polen
nicht verloren. Jeszcze Polska nie
zginęła.)
Midi-Datei (Aus dem Internet kopiert, Fundort leider nicht mehr bekannt)
Niemiecki Translator XT
Gutes Übersetzungsprogramm Deutsch-Polnisch (Software kostet
in Polen ca 100 PLN = ca CHF 40, leider nicht mehr online zugänglich)